Okkupation: Die Kunst der Entscheidung OKKUPATION!

Jahr2007
ArtInstallation im öffentlichen Raum
AuftraggeberInternationales Theaterfestival Zürich
LeistungsumfangIdee, Konzept, Realisation
OrtLindenhof, Zürich

Hintergrund

Das Festival OKKUPATION! hat behinderte und nicht behinderte KünstlerInnen und Kunstateliers eingeladen, für den Festivalzeitraum einen Quadratmeter öffentlichen Raums in Zürich kreativ zu besetzen bevor die Exponate am 6. Juni ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt werden und über die Stadt verteilt lustvoll zum Nachdenken anregen wollen, gibt es eine gemeinsame Ausstellung aller realisierten Arbeiten.

Die Kunst der Entscheidung

Kunst im öffentlichen Raum entfacht immer wieder heftige Debatten. Volk und Kunstfachleute, Behörden und Künstler sind sich oft nicht einig, was die jeweils richtige Lösung ist. Diese Diskussionen werden geführt, seit es Kunst im öffentlichen Raum gibt: Beispiele dafür sind das Waldmanndenkmal in den 30-er Jahren, Cube von Sol LeWitt in den 80er-Jahren oder die Chad Silver-Statue heute.

Die Kunst der Entscheidung besteht aus einem Objekt, welches einer Lottokugel ähnlich sieht. Durch Betätigen der Mechanik lost der Betrachter eine kleine Kugel aus, in der ein Bild eines Kunstwerks, welches im öffenlichen Raum Zürich steht, zu sehen ist. Der Betrachter wird aufgefordert sich selbst eine Meinung bilden.

Was soll Kunst im öffentlichen Raum bewirken?
Welche Kunst soll bewilligt werden?
Muss ein geschenktes Kunstwerk aufgestellt werden?
Darf/soll ein Kunstwerk nach Jahren wieder abgeräumt werden?
Sollen auch junge Künstler eine Chance haben?
Oder dürfen nur 'Statussymbole' arrivierter Kunst das Stadtbild prägen?
Ist illegale Kunst tolerierbar oder ein Schandfleck?
Wie viele Bären- und Kuh-Sommeraktionen darf es geben?
Muss ein Kunstwerk im öffentlichen Raum allgemein verständlich sein?
Braucht es Denkmäler? (Wie sehr) darf/soll Kunst provozieren?

Schauen Sie sich die 24 Kunstwerke, welche im Objekt gezeigt werden hier an!

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